Home Unsere Chronik: 50 Jahre „Die Heide brennt!“

„Die Heide brennt!“

by Admin1927

Die seit Wochen anhaltende Trockenheit bei hochsommerlichen Temperaturen hatte schon vereinzelt zu Waldbränden geführt. Aus den Medien wussten wir, dass es u.a. im Landkreis Celle, in der Heide zu sehr großen Waldbränden gekommen war. Die örtlich zuständigen Feuerwehren konnten diese Aufgabe unmöglich ohne überregionale Hilfe lösen.

An einem späten Abend Mitte August ’75 fiel die amtliche Entscheidung: die Freiwilligen Feuerwehren Hamburgs wollen ebenfalls in der Heide helfen …

Darauf folgte ein spontanes Treffen beim Kameraden H. Ramcke in Sülldorf. „Die Heide brennt! Wer kommt mit?“ Die Helfer waren schnell gefunden, die Familien wurden kurzerhand informiert und das TLF für den Einsatz startklar gemacht.

Während die Stadt noch schlief, trafen alle Freiwilligen im Nagelsweg ein. Gegen 3 Uhr setzte sich die Kolonne aus über 70 Fahrzeugen, unter Führung von Branddirektor M. Puchner in Richtung Celle in Bewegung.

Die Fahrzeuge aus Hamburg waren entsprechen den taktischen Erfordernissen zu Löschzügen und diese wieder zu Bereitschaften zusammengefasst. Wir waren mit unserem TLF 16 einem Löschzug zugeordnet, der aus mehreren Fahrzeugen des Bereiches Altona zusammengestellt worden war.

Die Fahrzeuge wurden täglich von der jeweiligen Freiwilligen Feuerwehr neu besetzt. Der notwendige Personalaustausch wurde durch Busse der Bundeswehr realisiert. So besetzten wir über insgesamt acht Tage unser Fahrzeug mit sechs Feuerwehrmännern im 24-Stunden-Betrieb.

Im Zielgebiet erwarteten uns unsere erschöpften Kameraden, die in den letzten 24 Stunden gegen das Inferno gekämpft hatten. Nach kurzer Einweisung fuhr der neu besetzte Löschzug wieder in den Einsatz.

Dabei wurden wir mit Problemen und Ängsten konfrontiert, die wir noch nie erlebt hatten: die gewaltige Macht eines Waldbrandes, starke Wärmestrahlung, beissender Qualm, fehlende Straßen und Wege im unbekannten Gelände, festgefahrene Fahrzeuge (trotz Allradantrieb) und eine unzureichende Löschwasserversorgung, ließen einem gelegentlich die Nackenhaare zu Berge stehen.

Insgesamt wurden wir vom 12. bis zum 18. August 1975 zur Brandbekämpfung eingesetzt, während unsere gleichzeitige Einsatzbereitschaft in Sülldorf-Iserbrook natürlich keinen Abbruch fand.

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