Home Unsere Chronik: 50 Jahre 3. Alarm, brennt Dachstuhl

3. Alarm, brennt Dachstuhl

by Admin1927

Um die Mittagszeit wird die Wehr durch den „Meldepfänger“ zum Einsatz gerufen. Innerhalb weniger Minuten rückt die FF Sülldorf-Iserbrook mit einer Mannschaftsstärke von 25 Mann aus. Das erste Fahrzeug kommt relativ zeitgleich mit der Berufsfeuerwehr Osdorf am Einsatzort an. Schon auf der Anfahrt ist zu erkennen, dass es sich hierbei um ein wirklich ernstzunehmendes Feuer handelt. Nach kurzer Erkundungszeit der Führungskräfte, werden bereits die ersten Hausbewohner evakuiert!

Die Lage ist sehr unübersichtlich – das Ausmaß noch nicht überschaubar! Ein erster Trupp wird zur Erkundung zum Dachboden geschickt. Als dann auf der Rückseite des Gebäudes die Flammen aus dem Fenster schlagen, wird schnell klar, daß der erste eingesetzte Trupp nicht schlagkräftig genug sein wird. Daraufhin wird schnellstmöglich die Drehleiter klar gemacht! Ein sehr großes Hindernis ist der weiche Boden unter dem Fahrzeug! Anfangs gibt es echte Schwierigkeiten, die Drehleiter auf dem Untergrund zu stabilisieren.

Nach 15 Minuten wird der 2. Alarm ausgerufen – der 3. folgt kurz darauf! Unterstützung wird angefordert … zur Unterstützung werden die Berufsfeuerwehren Stellingen, Altona, Rotherbaum, Berliner Tor und div. Führungskräfte angefordert. Außerdem die Freiwilligen Feuerwehren Osdorf, Blankenese, Eppendorf, Rissen und Altona.

Das Gebäude wurde Anfang der 70er errichtet. Es beinhaltet 7 Stockwerke mit 72 Wohnungen, sowie einen Dachboden mit einer Fläche von 20m x 70m. Fehlende Brandschutzwände im Bereich des Daches ermöglichen dem Feuer eine schnelle Ausbreitung. Das Feuer ist in dem schwarzen Rauch für die angreifenden Trupps nur sehr schwer zu finden. Große Hitze erschwert außerdem die Suche. Wird Wasser abgegeben, bildet sich sofort Wasserdampf, der die eigentliche Hitze des Feuers weit übertrifft!

In der Zwischenzeit leitert die zweite eingetroffene Drehleiter an. 4 Angriffstrupps befinden sich jetzt im Gebäude, die über die 3 Hauseingänge ihren Weg zum Feuer suchen. Alle Bewohner sind inzwischen evakuiert und werden im Großraumrettungswagen betreut. Die angreifenden Trupps auf den Drehleitern pumpen durch die Wenderohre literweise Wasser in das Dachgeschoss – eine andere Möglichkeit gibt es nicht mehr! Die eingesetzten Trupps scheinen Erfolg zu haben der schwarze, drohende Rauch hat sich inzwischen wieder „normalisiert“. 3/4 des Dachgeschosses ist dennoch ausgebrannt. Ein Übergreifen auf darunterliegende Stockwerke wird durch die dicken Betonböden verhindert.

Die Feuerwehr hat ihr Ziel erreicht! Das Feuer ist nach ca. 3 Stunden endlich gelöscht … Im Hochhaus wird jetzt durch Stromaggregate wieder Licht hergestellt, sodass die Aufräumarbeiten aufgenommen werden können! Jetzt wird nach der Brandquelle gesucht und der Einsatzablauf dokumentiert! Brandermittler werden schon bald sicher von Brandstiftung ausgehen können. Der entstandene Schaden wird schnell erkennbar – die privaten Gegenstände der Bewohner sind vom Feuer „verschlungen“ worden. Am Ende kann man davon ausgehen, dass es nicht nur beim Feuerschaden bleibt! Das Löschwasser dringt tief in die Gemäuer und wird bald die darunterliegenden Wohnungen beschädigen. Allein durch den entstandenen Rauch werden an die 50 Wohnungen vorerst unbewohnbar! Der Schaden beläuft sich auf über 500.000 Euro !!!

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