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Feuer in der Kirche

by Matthias Lohse
Seit 2010 üben die Jugendfeuerwehren Sülldorf-Iserbrook und Rissen einmal im Jahr gemeinsam. In diesem Jahr musste ein Feuer mit Menschenleben in Gefahr im Iserbrooker Pastorat bewältigt werden.

Die Einsatzabteilungen unserer Wehren arbeiten sowohl bei Übungen, als auch im Einsatzgeschehen oft zusammen. Die direkte Nachbarschaft am äußeren Stadtrand bringt es mit sich, dass nur eine begrenzte Menge von Einsatzkräften kurzfristig zur Verfügung steht. Um so wichtiger ist es, dass alles reibungslos funktioniert, wenn es darauf ankommt.

Um die Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen den Wehren schon in den „Kinderschuhen“ zu festigen, lernen sich die Jugendlichen untereinander kennen. So zum Beispiel bei den jährlichen Übungen.

Um kurz nach 10 Uhr (Samstag, den 23. September 2013) wurden die Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren in die Schenefelder Landstraße zur Kirche alarmiert. Das Pastorat wurde zu dieser Zeit saniert. Die angenommene Lage war eine starke Verrauchung im gesamten Gebäude. Von einem vor der Tür angetroffenen Passanten wurde angegeben, dass sich noch mehrere Handwerker in dem Gebäude befinden würden. Dies stellt sich später als falsch heraus. Unverzüglich wurden mehrere Trupps zur Menschenrettung in das Gebäude geschickt. Die Trupps, stets mit einem C-Rohr mit gefüllter Schlauchleitung, einer Lampe und einer Axt ausgerüstet, durchsuchten das gesamte Gebäude. Sowohl im Obergeschoss, als auch im Erdgeschoss wurde niemand gefunden.

Die Arbeiten am Dach legten den Verdacht nahe, dass sich die Zimmerleute im Obergeschoss befinden würden. Deshalb konzentrierte sich die Suche in der ersten Phase auf die oberen Stockwerke. In dem dichten Rauch wurde erst spät der Kellerniedergang entdeckt. Um sicher zu gehen, dass sich im gesamten Gebäude keine Person befindet wurde der Keller abgesucht. Im hinteren, letzten Winkel des Heizungskellers, in einer Nische versteckt, lag der Klempner Klaus von dem keiner wusste, dass er sich im Gebäude befand. Die Jugendlichen waren chancenlos, diese von der Übungsleitung gemein versteckte Puppe zu finden.

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