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Laterneläufer trotzen Regen und Sturm

by Admin1927

SÜLLDORF Es nieselte ungemütlich kalt, zwischendurch auch mal kräftig. „Sonst kommen über 700 Kinder zu unseren Laternen-Umzügen, heute sind es nur 150“, stellte Dennis Kelbel, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Sülldorf-Iserbrook, sachlich fest. Keine Enttäuschung über die geringe Resonanz am Sonnabend vor einer Woche. Während viele Veranstaltungen wie das Herbstfest des Bürgervereins Rissen wegen des Sturms „Xavier“ ausfielen, führte die Freiwillige Feuerwehr den traditionellen Laternenumzug durch.

Die Jugendfeuerwehr beleuchtete den Wagemutigen die nassen Straße mit Fackeln und sowohl der Spielmannszug Rellingen wie auch der Musikzug Halstenbek trommelten und pfiffen sich mit stoischer Gelassenheitdurch den Regen. Der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Sülldorf-Iserbrook und seine Kameraden hatten alle Hände voll zu tun. Alle Fahrzeuge mussten aus der Halle, an ihrer Stelle wurden Tische und Bänke aufgestellt. Auch der Grill brauchte einen trockenen Platz unter dem Dach. Über Funk gaben die Begleiter der Laternenträger in kurzen Abständen Positionsmeldungen an die Zentrale, damit bis zu ihrer Ankunft am Feuerwehrhaus alles vorbereitet war, denn kurzerhand wurde alles in die trockene Fahrzeughalle verlegt.

Auch im Zelt nebendran waren letzte Handgriffe nötig. Hier warteten die Ehrenamtlichen des TSV Sülldorf auf nass geregnete Kinder und ihre Begleiter, um vor allem mit Würstchen für Wärme von innen zu sorgen. Zur selben Zeit, als sich die beiden Umzüge in Bewegung setzten, einer von der Kirche im Heidhofsweg, der zweite von der Kita Lütt Iserbrook, flackerten im Zelt und in der Feuerwehrhalle die ersten Grillflämmchen auf.

Den Kindern machte das feuchte Wetter üüberhaupt nichts aus. „Es war schön.“ „Es war toll.“ „Es war richtig gut.“ So lauteten die enthusiastischen Kommentare am Ende des Weges. Viele Laternen überstanden den Regen allerdings nicht. Einige Mütter hatten vorsorglich Plastiktüten dabei, um die zarten Papiergebilde zu schützen. Zoé und Robin mussten sich aber mit einem Kerzenlicht der Feuerwehr als Ersatz begnügen. So warteten sie gespannt auf ihren Freund Leon, um zu erfahren, wie es dessen Laterne ergangen sei.

Text: Karl-Heinz Stolzenberg, Rissener Rundschau

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